Spielen und träumen - das hörte sich ja gar nicht so schlecht an, aber sich zu trauen, neue Dinge zu wagen, neue Wege zu gehen, wie es in den weiteren Strophen hieß, das war vielleicht doch nicht ganz so leicht.

Weitere musikalische Einlagen des Grundschulchores und der Flötengruppe und die Begrüßung durch Herrn Schwarz-Hemmerling rundeten den offiziellen Teil der Einschulung ab. In seiner Rede versuchte er den Schülerinnen und Schülern die Zahl 72 vor Augen zu halten: Mit Hilfe ihrer Finger, vor allem aber mit Hilfe der Zahl der Spieler einer Fußballmannschaft. Von letzterem können sich die Schulanfänger gleich selbst ein Bild machen, bekamen sie doch mit einer Begleitperson freien Eintritt für ein Heimspiel des KSC.

 

Mit der sich anschließenden ersten Unterrichtsstunde wurde ihnen die Angst vor dem Neuen und Unbekannten rasch genommen. Ohne Wärme, Liebe, Stärke und Kraft für den Anderen, wie es in der dritten Strophe hieß, ging es natürlich nicht, aber sie spürten: jede und jeder konnte und kann sich nach den eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten einbringen. Mit der letzten Strophe des Liedes wurde dies noch einmal sehr deutlich: „Wir brauchen Farben, um zu leuchten, wir brauchen rot und gelb und blau. Wir brauchen keine Einheitsfarbe, das weiß ich ganz genau.“ In diesem Sinn: Herzlich willkommen an der Anne-Frank-Schule!

 

Bernhard Späth