Am meisten Eindruck hinterließ bei ihnen die Herstellung einer Thora-Rolle: Jeder einzelne Buchstabe wird per Hand geschrieben, selbst geübte Schreiber benötigen ein Jahr für die gesamte Rolle, diesen dürfen keine Fehler unterlaufen, da die Thora sonst nicht mehr koscher, d.h. nicht mehr in Ordnung ist. Ein Blick auf die kostbaren Thora-Rollen der Karlsruher Synagoge machte ebenfalls den Wert dieser Schriften deutlich.
 
 
Neben diesen Informationen erfuhren die Schülerinnen und Schüler etwas über den jüdischen Alltag (z.B. koscheres Essen), die Feste und Feiertage (z.B. das Lag baOmer-Fest, das am kommenden Tag gefeiert wurde), den Ablauf des Schabbat (z.B. die Regeln, dass keiner etwas arbeitet und keine elektrischen Geräte benutzt werden dürfen), den jüdischen Kalender (z.B. die Tatsache, dass dieser sich am Mondkalender orientiert, aber durch Schaltjahre immer an das Sonnenjahr angeglichen wird) , die Gebetsrituale (z.B. die Nutzung von Tefillin und Tallit) und die Synagoge im Allgemeinen.
 
Mit einem herzlichen Applaus bedankte sich die Gruppe für die interessanten Einblicke in den jüdischen Glauben und in heutiges jüdisches Leben.
 
 
Bernhard Späth