Standes- und Coronagemäß (im Freien und mit dem notwendigen Abstand) wurde er von den Schüler*innen mit dem Lied "Hewenu shalom alechem" - "Wir wollen Frieden für alle" begrüßt.

Im Klassenzimmer erzählte er dann von seinem Leben als Jude, von den besonderen Essensgewohnheiten (alles koscher - Milch und Fleisch werden nicht zusammen gegessen - "Döner bestelle ich nie mit Soße"), von den Gebetszeiten in der Synagoge (immer zehn im religiösen Sinn erwachsene jüdische Personen sind nötig, um gemeinsam feiern zu können), von den Festen im Judentum (zu Pessach z.B. kommt immer die ganze Familie zusammen und an Chanukka bekommt man acht Tage hintereinander Geschenke) und seine Erfahrungen mit Antisemitismus.

Hier berichtet er, dass zum Glück noch fast gar keine negativen Erlebnisse hatte. Einmal kam es dann aber doch zu einem Zwischenfall: "In meiner Footballmannschaft hat bei einem das Handy nicht richtig funktioniert und er hat in die WhatsApp-Gruppe geschrieben: 'Judenhandy'. Ich habe dann geschrieben, dass ich jüdisch bin. Danach hat er so etwas nicht mehr gemacht." In all seinen Worten wird seine Begeisterung, dem jüdischen Glauben anzugehören und von seinem Leben anderen, vor allem Schüler*innen, erzählen zu dürfen, spürbar. Danke für diese Begegnung!

Text: Bernhard Späth / Bilder: www.zentralratderjuden.de (Logo), Bernhard Späth