Eine neue Schule entsteht
1965 - 1974


Am 13. September 1965 wurde die Volksschule im neu entstehenden Stadtteil Oberreut eingeweiht. Die Schule nahm mit vier Lehrkräften und dem Schulleiter, Hr. Hoffmann die Arbeit auf. Sie zog in einen Fertigbaupavillon mit 4 Klassenräumen ein (heutiger Pavillon 2). Noch während des ersten Schuljahres mussten auf Grund des steten Zuzugs weitere Klassen gebildet werden. Die folgenden Jahre waren geprägt durch einen rasanten Anstieg der Schülerzahl. Der stetigen Raumnot wurde durch die Fertigstellung zweier weiterer Pavillons in den Jahren 1966 und 1967 abgeholfen. Dennoch mussten die älteren Schüler nach Bulach abgewiesen werden. Bereits im Jahr 1968 war die Schule auf 530 Schüler angewachsen, die in 15 Klassen unterrichtet wurden. Im Herbst 1968 begannen die Arbeiten für das neue, große Schulhaus und wurden rechtzeitig zum Beginn des Schuljahres 1970/71 abgeschlossen. Im Schuljahr 1971/72 wurden 1061 Schüler in 30 Klassen an der Grund- und Hauptschule Oberreut unterrichtet. Der weiterhin bestehenden Raumnot wurde durch die Errichtung eines weiteren Pavillons abgeholfen.

Die ersten zehn Jahre sind voller Bewegung. Es wird gebaut, umgezogen, Klassen müssen während des laufenden Schuljahres geteilt werden, Lehr- und Lernmaterialien stehen oft erst zeitverzögert zur Verfügung. Die Schülermitverantwortung nimmt ihre Arbeit auf, der erste Schullandheimaufenthalt findet statt, die ersten Abschlussklassen werden entlassen, der Förderverein nimmt seine Arbeit auf. Das Kollegium hat sich auf über vierzig Mitglieder vergrößert und muss sich immer wieder neu finden.

... und wird zur Grund- und Hauptschule Oberreut
1975 - 1984


Die Schülerzeitung "Die Pfütze" nimmt ihre Arbeit auf. Sie gehört im Jahr 1977 zu den drei besten Schülerzeitungen in Baden Württemberg. Zum Schuljahr 1978/79 zieht die Hauptschule in das "Bildungszentrum Südwest" (heutige Sophie-Scholl-Realschule) um. Die Kimmelmannschule zieht in den Südtrakt der Schule, die Grundschule bleibt auf der nördlichen Seite. Nach nur wenigen Jahren im Bildungszentrum Südwest, beschließt der Gemeinderat die Rückführung der Hauptschule in die Bonhoefferstraße im Jahr 1984. Musste der Umzug ins Bildungszentrum überwiegend von den Schülern und Lehrern bewältigt werden, so wird jetzt die Rückführung von der "gelben Schule" durch städtische Umzugskolonnen erledigt. Im Jahr 1984 wird erstmals die Hauptschulabschlussprüfung durchgeführt. Die Schule verabschiedet ihren langjährigen Schulleiter, Hr. Hofmann in den Ruhestand. Die Grundschule zeigte vor allem im musisch-ästhetischen Bereich Profil durch viele Unternehmungen und Aufführungen.

Einrichtung des Ganztagshauptschulzugs
1985 - 1994


Vielfältige Angebote im Bereich des Erweiterten Bildungsangebotes werden an der Hauptschule umgesetzt, erste Computer halten Einzug. Die Schule feiert ihr 20- und ihr 25-jähriges Bestehen, außerdem finden regelmäßig Schulfeste statt. Hr. Hofmeister verlässt zum Ende des Schuljahres 1988/89 die Anne-Frank-Schule, Fr. Bremerich wird seine Nachfolgerin. Mit dem Schuljahr 1991/92 beginnt der klassenweise Ausbau des Ganztagshauptschulzugs an der Anne-Frank-Schule. Waren die Schülerzahlen seit dem Höhepunkt im Jahr 1971 kontinuierlich gesunken, so stiegen sie jetzt wieder stark an. Dies hat zur Folge, dass ab dem Jahr 1993 die Kimmelmann-schule teilweise an die Schwarzwaldschule und die Vogesenschule ausgelagert wird.

Die Anne-Frank-Schule nimmt am Modell Schulanfang auf neuen Wegen teil
1995 - 2004


Die Projektwoche zur Schulhofgestaltung im Jahr 1995 bringt eine deutliche Aufwertung des Pausenhofes mit sich. Rektorin Fr. Bremerich wird in den Ruhestand verabschiedet, Hr. Wackenhut wird neuer Schulleiter. Die Grund- und Hauptschule Oberreut heißt seit Herbst 1998 Anne-Frank-Schule, Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule. Der Name geht aus Projekttagen und einer sich anschließenden Befragung von Schülern, Eltern, Lehrern und Oberreuter Bürgern hervor. Die Anne-Frank-Schule bietet in der Eingangsstufe der Grundschule jahrgangsgemischten Unterricht an (sog. Modellklassen). Durch das Volleyballfeld und die Errichtung des Spielhügels werden weitere Angebote im Pausenhof geschaffen. Der Computerraum wird im Jahr 2000 komplett neu ausgestattet.

Die Anne-Frank-Schule profiliert sich ...
2005 - 2014

Der Schulhof erhält eine Kletterwand und im Jahr 2008 ein Minifußballfeld. Die Schule nimmt regelmäßig am Projekt "Mitmachen Ehrensache" teil. Die Hauptschule gibt sich das Profil: Natur erleben - Natur verstehen. Zu diesem gehören neben vielfältigen Aktivitäten die jährliche Apfelernte an der Fritschlach, sowie die Pflege des Schulgartens. Für diesen erhält die Schule im Jahr 2007 den ersten Preis beim Schulgartenwettbewerb. In der Grundschule wird ein schuleigenes Lesecurriculum entwickelt. Lernwerkstatt, Leseoase und Mathelabor entstehen. Die Schulküche wird saniert und der Computerraum neu ausgestattet. Zum Schuljahr 2007/2008 wird eine Schulsozialarbeiterstelle an der Schule eingerichtet. Das Jugendbegleiterprogramm kommt an die Schule. Die Schule veranstaltet im zweijährigen Rhythmus ein Sommerfest bzw. einen Adventsbasar. Ende des Schuljahres 2009/10 wird Hr. Wackenhut in den Ruhestand verabschiedet. Neuer Schulleiter wird Hr. Schwarz-Hemmerling. Der Schulhof wird komplett saniert und mit neuen Sitzmöglichkeiten ausgestattet. Zum Schuljahr 2011/12 wird erstmals eine 10. Klasse gebildet, die zum Mittleren Bildungsabschluss führt. Mit dem Schuljahr 2014/2015 startet die Einrichtung der Ganztagsgrundschule. 40 Erstklässler besuchen im ersten Jahr diese. Das Hortangebot wird schrittweise aufgebaut. Mit 41 Fünftklässlern beginnt die Weiterentwicklung der Anne-Frank-Schule zur Gemeinschaftsschule. Die Werkrealschule läuft schrittweise über die nächsten 5 Jahre aus.

Die Anne-Frank-Schule geht mit der Zeit
2015 bis heute

Im November 2015 begeht die Anne-Frank-Schule in einem großen Festakt ihr 50-jähriges Bestehen. Zum Jubiläum gibt die Schule eine Festschrift heraus. Die Schulgemeinschaft feiert die 50 Jahre Anne-Frank-Schule mit einem eindrucksvollen Schulfest. Viele Eltern greifen auf das Ganztagsangebot der Schule zurück. Rund die Hälfte der Kinder eines Jahrganges besucht die Ganztagsgrundschule. Die Lehrkräfte werden in ihrer Arbeit durch Erzieherinnen und Erzieher im Ganztag unterstützt. Im Dezember 2015 wird das neue Grundschulganztagsgebäude offiziell eingeweiht. Es bietet neben den Essenräumen verschiedene Kreativ-, Bewegungs- und Rückzugsräume. Die Grundschule ist stabil vierzügig. Im Schuljahr 2016/17 werden 30 Kinder inklusiv beschult. Das Förderangebot wird durch die an der Schule arbeitenden Sonderpädagogen bereichert. Die zweizügige Gemeinschaftsschule baut sich weiter auf. Die Arbeitsweisen der Gemeinschaftsschule werden immer mehr für die ganze Schule maßgebend. Die Schüler der Anne-Frank-Schule führen ein Lerntagebuch und entwickeln stabile Kompetenzen im Bereich des selbstständigen Lernens. Vielfältige Aufgaben und Heraus-forderungen sind durch den Aufbau der Ganztagsgrundschule und der Gemeinschaftsschule an das Kollegium gestellt, das sich mittlerweile aus SonderpädagogInnen, Grund- und Werkreal-schullehrerInnen, RealschullehrerInnen und gymnasialen KollegInnen zusammensetzt. Weiter große anstehende Themen sind: Um-, Neubau; inhaltliche Entwicklung der Gemeinschafts-schule; Profilbildung; Vorbereitung des Übergangs in den Beruf.