„50 Jahre: Anne-Frank-Schule – eine Schule immer in Bewegung“

Anne-Frank-Schule – eine Schule immer in Bewegung, so lautet das Motto der Fünfzigjahrfeier. Anne-Frank-Schule – eine Schule immer in Bewegung, das konnten die vielen Besucher des Festaktes zum 50. Geburtstag der ehemaligen Volks- und dann Grund- und Hauptschule Oberreut am eigenen Leib erleben.

Immer in Bewegung – angefangen vom Chor der Grundschule, der mit Begleitung der Orff-AG den bunten Reigen eröffnete, über die Djemben-AG, die mit begeisternden Rhythmen und Gesängen für Stimmung sorgte, die Flöten-AG, bestehend aus ehemaligen und aktiven Kolleginnen und Kollegen, die Theater-Gruppe aus den Klassen 5 bis 8, die mit nachdenklichen Texten von Erich Fried ebenso zum Gelingen des Abends beitrug wie die Tanzgruppe der 6. Klasse, die im wahrsten Sinn des Wortes die bewegte Schule darstellte, bis hin zum Flashmob des aktuellen Kollegiums, der am Schluss des Programms zum gemütlichen Teil überleitete.

Immer in Bewegung – war auch Samuel aus der sechsten Klasse. Gekonnt führte er durch den Abend und entlockte damit den Gästen immer wieder ein leichtes Schmunzeln.

Immer in Bewegung – das wurde nicht nur in den dargebotenen Punkten der Schülerinnen und Schüler, der Lehrerinnen und Lehrer deutlich, sondern auch in den Beiträgen der einzelnen Festredner. So gingen Bürgermeister Martin Lenz und Elisabeth Groß, die leitende Schulamtsdirektorin, auf die wechselvolle Geschichte der Schule ein, bei der sich nicht nur – wie bereits oben erwähnt – der Name mehrmals änderte, sondern die vielmehr auch zahlreiche Bildungspläne und Kultusminister erlebte, die schnell zu klein war, so dass mehrmals angebaut werden musste – ganz aktuell ein neues Gebäude für die Ganztagesgrundschule. Rabia und Roberto als Schülersprecher sowie Heidi Winckelmann im Namen der beiden christlichen Kirchen gingen auf das Vorbild und Beispiel der Namensgeberin der Schule ein, die in ihrem kurzen Leben viel in Bewegung brachte und uns auch heute immer wieder dazu animiert, in Bewegung zu bleiben, so z.B. bei der diesjährigen Woche gegen den Rassismus. Schließlich machte Herr Schwarz-Hemmerling als Rektor der Schule deutlich, dass es der Schule manches Mal gehe wie im bekannten Kinderlied von Henri und Karl-Otto. Der eine besitzt einen Eimer mit Loch, der andere versucht durch gute Ratschläge das Loch zu stopfen – anstatt selbst mit anzupacken. Auch so bleibt Schule in Bewegung und sei es nur, um die wohlgemeinten Tipps von außen in die Tat umzusetzen. Doch geht es nach Herrn Schwarz-Hemmerling ist es trotzdem immer wieder an der Zeit, nach vorne zu schauen, die Unterschiedlichkeit der Schülerschaft als Chance für die Gestaltung der (Schul)zukunft zu sehen. Am Schluss seiner Rede ließ er nochmal Anne Frank zu Wort kommen: „Wie herrlich ist es, dass niemand auch nur eine einzige Minute zu warten braucht, um damit zu beginnen, die Welt zu verändern“.

Immer in Bewegung – blieben alle, auch lange nach dem offiziellen Ende. Sei es, um sich an den von Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen zusammen mit ihren Lehrerinnen hergestellten kleinen Häppchen oder süßen Gläschen gütlich zu tun, sei es, um sich im Rhythmus von Salon du Jazz zu bewegen, sei es, um von einer Gruppe zur nächsten zu gelangen, um sich mit dem ein oder anderen bekannten Gesicht aus früheren Schultagen zu unterhalten.

In diesem Sinne bleiben wir eine Schule in Bewegung – auch für die kommenden 50 Jahre.

 

Bernhard Späth